Studium in Australien - Studieren in Australien - Institut Ranke-Heinemann
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Live aus Sydney!

Ein kleiner Erfahrungsbericht live aus dem Land der Träume!

Ich versuch das mal ein bisschen und kurz zu gliedern, das Hilfreichste/Praktischste hoff ich wird das Thema 3:
1. Semester, Wohnung
2. Trip
3. AUTOKAUF
4. Tips
5. Fazit

1. Semester/Wohnung

Ich bin im Juli in Perth angekommen. Ausm deutschen Hochsommer rein in den Winter: Mitten in der Nacht bei -4 Grad Celsius - kalt war erwartet, aber nicht so kalt. Also die Ankunft war im wahrsten Sinne des Wortes das erste Tief, sollte aber eines der gaanz wenigen bleiben!
Ich habe mir die Wohnung (campusnähe) von Zuhause aus organisiert (roommates-website) - dies hatte Vor- und Nachteile. Mit meinen Mitbewohnern hatte ich nicht so Glück: 2 Australier und 2 Australierinnen, alle etwas jung und viel zu viel in ihrer eigenen Studenten- und Freundeskreiswelt, um sich viel mit den ständig wechselnden 5.Mitbewohner zu befassen. Mit dem Haus und der Wohnung hatte ich Glück, großes zimmer und einfach einen ruhigen Platz zum zurückziehen, falls mal nötig. Die Leute im Studentenwohnheim hatten das genau nicht - immer ihre anderen 5 Leute um sich, sehr hellhörige Zimmer und es war immer irgendwo Radau - der O-Ton war eigentlich: 1 Semester geht, aber danach hat man dann meist doch genug!
Den Rest des Semester hab ich dann zu 99% mit den (querbeet internationalen) Studenten des Student Villages verbracht - und hatte mit diesen Leuten und mit dieser lustigen bunten Mischung die Zeit meines Lebens. Wer nicht völlig unoffen und bewußt einsam vor sich hinlebt oder ausnahmslos fürs Studieren dort is, findet innerhalb von 5-10 Tagen ein paar bis etliche Leute mit denen man immer irgendwas auf die Beine stellt (was zu 80-90 % natürlich irgendwas mit Bars, Biergärten oder Clubs zu tun hat).
Trotzdem dass viele Deutsche (sowieso überall in Australien) vor Ort waren wurde doch immer versucht die Gespräche in Englisch zu halten und sobald man andere Nationen um sich hatte, war das sowieso schnell selbstverständlich.
So schnell wie das der Australien-Aufenthalt zuhause näher gekommen ist so schnell ist dann das Semester auch wieder rum – Wahnsinn wie schnell die Zeit verfliegt – vorallem wenn man so viel erlebt. Nach 4 Monaten und nach sehr schwerem Abschied von einer großen liebegewonnen Gemeinschaft gings dann ab auf einen 3 monatelangen

2.Trip
Mit meinem eigenen Toyota Hiace Van startete ich von Perth auf einen 15000km around Australia.Nach dem ersten Abschnitt: Semester und einem doch einkehrenden Alltag (was aber keinesfalls negativ gemeint ist) quasi nochmal was völlig anderes und ständig wechselnde Orte, Leute und Klimata. Von Perth rauf nach Exmouth (Highlight!), Karajini-Nationalpark (Highlight), Broome, Cairns, und den Eastcoast runter nach Brisbane, Sydney, Melbourne (Highlight von Sydney nach Melbourne), zurück nach Sydney. Immer mal wieder mit Begleitung und immer mal wieder auch alleine unterwegs war es stets eine Leichtigkeit Leute kennen zu lernen oder zufällig Leute zu treffen die man schon kannte oder schon irgendwo in Australien getroffen hatte.

Zum Thema Landschaft, Wildlife und Flora gibts einfach nur zu sagen: Kommt her und schaut es Euch an, es war einfach unglaublich, traumhaft, überwältigend, sensationell, awesome!!

So jetz aber zum Praktischen:

3. Auto/Vankauf
Nachdem ich mir nach 2 Wochen meinen ersten Van gekauft hatte für 1500 Dollar hab ich schnell gemerkt dass ich einen Fehler gemacht habe, er war dann nach ca. 5 Tagen kaputt und schrottreif. Ich habe definitiv meine Lektion lernen müssen. Ich habe viel zu schnell und hastig einen Van gekauft obwohl ich während des Semesters und bis zu meinen Trip ja so viel Zeit gehabt hätte und habe kaum auf die typischen Sachen geschaut die einfach ein Muss sind beim Kauf eines Autos!! Leider kenn ich mich dafür eigentlich auch einfach zu wenig aus.
Aber hier mal ein paar Grundsachen:
- Hat der Van noch Rego und hat der Van noch Strafen ausständig oder ist gar gestohlen (nachzuschauen auf einer aussie-immo-Website)
- Entspricht der Preis nur annähernd dem was der Van noch wert ist (gemäß des Alters, der Kilometer und des allgemeinen Zustands)
- Läuft der Van, läuft er gut und leise, überhitzt der Van nicht, funktionieren die Bremsen und die Lenkung (ohne viel Spielraum) gut, hat der Van irgendwelche Öl- oder Wasser-leaks, ist viel Öl aussen aufm Motor (=schlecht!)?
- viel Rost, nagelneue ("Drüber"-)Lackierung (nicht immer gut!), knarzende Türen?
- bringt den Van vor Kauf zu einem Mechaniker oder jemanden der sich mit Vans auskennt und lasst ihn durchchecken!

Habe mir nach Verkauf des kaputten Van und einem Minus von 1000Dollar dann einen "richtigen" für 7000Dollar gekauft - und dadurch hier auch mein Tip:

Gebt lieber mehr Geld aus (leiht es Euch von zuhause aus oder was auch immer) und schaut beim Autokauf nicht zu sehr aufs Geld - ihr werdet entweder unglaublich viele nervige Problemchen und Reparaturen haben oder ihr müsst echt Glück haben!
Und meine Einschätzung: Kauf ich mir einen Van für 7000 kann ich ihn vielleicht für 6500 verkaufen! Kauf ich mir einen Van für 2000 kann ich ihn vielleicht für 1500 verkaufen! Das Minus (oder wie in meinem Fall sogar Plus) beim Wiederverkauf bleibt ungefähr das gleiche, bloß die Zeit in der man das Gefährt hat, wird sich in den meisten Fällen stark unterscheiden!!!

ZUDEM: Muss man hier mal zur Reparatur ist ganz besondere Acht nötig!!!
Sobald die Mechaniker hier merken (und das ist nach den ersten 3 Wörtern der Fall) dass man Ausländer/Backpacker ist, werden sie meist besonders nett und interessiert, weil sie genau wissen, dass sie hier die fette Kohle zu machen ist. Ich habe von einigen Leuten mitbekommen, dass sie verarscht worden sind – gar nicht auszumalen wie viele Leute noch zusätzlich verarscht werden – es aber gar nicht merken. DESWEGEN:
Bei Reparatur: Ruft jemanden an der sich auskennt (evtl sogar Mechaniker daheim), fahrt IMMER mehrere Mechaniker an und lasst checken und ein Preisangebot machen und sollte ihr etwas Autowissen und –geschick mitbringen versucht die Wrecker (Schrottauto-Auseinandernehmer)-Variante: Dort kauft man sich billig (inklusive Runterhandeln) Gebrauchtteile und baut sie entweder selber ein oder bringt das Auto zusammen mit dem Ersatzteil zum Mechaniker, was einem immer noch billiger kommt! Checkt das Auto regelmässig selber nach Leaks, nach dem Öl- und Kühlwasserstand, Reifendruck, u.a..

4. Tips
- Das Verlängern des Studentenvisums zu einem 3Monats-TourismVisa war entgegen vieler Forumseinträge absolut problemlos: Hin, Antrag ausfüllen, Zahlen, Fertig!
- Zeit lassen und Ernsthaftigkeit verstehen beim Autokauf!
- Nicht zu viel planen und ausmalen, einfach auf sich zu kommen lassen und genießen!
- Zeit nehmen! Alle die sofort nach dem Semester wieder heimgeflogen sind waren traurig und haben es (sofern es in eigener Hand lag) sehr bereut! 2-3 Monate fürs Reisen ist eigentlich Minimum hier!
- Geld: Macht Euch skizzenhaft ein Budget, seid ihr fertig addiert nochmal 1500-2500 Euro!  Ideal war meine Entscheidung für die DKB, mit DKB-Kreditkarte an allen Automaten in Australien umsonst abheben, habe (da ich hier nicht gearbeitet habe) nicht mal ein Konto hier aufgemacht, weil es einfach nicht nötig war!
- Nehmt Euch viel Zeit im Vorhinein zum Organisieren, es ist echt eine große Menge zu erledigen, auch wenn Ranke-Heinemann echt eine sehr große und gute Hilfe war – DANKE an dieser Stelle (und das ist absolut ernst gemeint und ich muss das hier auch nicht schreiben und ich bekomme auch kein extra Geld wenn ich das schreibe!! )
- Nehmt nicht zu viel an Gepäck mit, ihr braucht hier nur die Hälfte davon und kauft Euch sowieso sehr viele neue Sachen! Plant außerdem bei vielen Sachen schon im Vorhinein sie später hierzulassen/wegzuwerfen (wie zB bei Handtüchern), um Gepäck zu sparen.
- Ich hab über eine Firma hier 18kg heimgeschickt für 130 Dollar – eine recht günstige Variante um eine Tasche o.ä. heimzuschicken also – erkundigt Euch also, was die beste Art ist, solltet ihr was heimschicken wollen. Hiermit bloß eine Hausnummer um das einschätzen zu können.
- Heimkontakt: Ich habe sehr viel Skype benutzt, es gibt sehr billige Vorwahlen so dass Family und Freunde hierhin anrufen können – auch aufs Handy, habe auf blogspot.com einen Blog geschrieben – was sehr easy ist und wirklich handlich und praktisch (ohne groß Selber-Homepage basteln!), hatte hier das sehr beliebte Vodafone-Angebot: für 29 oder 49 Dollar bekommt man sagenhaftes Guthaben von 150 oder 340 Dollar (innerhalb eines Monats zu verbrauchen), das hat eigentlich immer locker für ein Monat gereicht und dann is auch mal drin dass man heim SMSd oder ruft.
- Sicherheit: Ich hatte eigentlich nie Probleme in der Hinsicht, keine Diebstähle, keine Einbrüche (ins Auto), oder anderes. Habe von ein paar Kreditkarten-Gaunereien gehört (also Vorsicht bei Pin-Eingabe am Automaten und am besten immer bei zentralen, frequentieren Automaten abheben). Kein Kontakt zu Polizei eigentlich. Einfach gewohnt „vorsichtig und legal“ vor sich hinleben und man bekommt keine Probleme. Vorsicht bei jeglicher Missachtung von Verkehrsregeln – kann schnell sehr teuer werden!
- Westküste: Für mich war die Entscheidung Westküste perfekt, da ich sowieso einen Roundtrip geplant habe, war es klasse im Westen zu sein und dann rüber in busy Osten zu fahren - auch der Autokauf ist so weitaus besser/billiger/komplikatiosloster. Viele Ostküstenstudenten haben natürlich ebenso eine Wahnsinnszeit gehabt, haben aber auch oft gesagt: Mann, an der Westküste war ich halt jetzt noch nicht... Aber das muss man selbst entscheiden.
Westküste ist wunderschön - bei weitem halt nicht so viel los wie hier.

5. Fazit
Die Entscheidung ein Auslandssemester zu machen – das Ganze in Australien – war die beste Entscheidung meines Lebens, das kann ich ohne nur eine Sekunde zu zögern sagen. Die Zeit hier die beste überhaupt und ich bereue (bis auf den überhasteten Autokauf – der mir im Nachhinein allerdings wiederum den jetzigen Van mit Plus beim Verkauf gebracht hat) GAR NICHTS! Millionen von Eindrücken, 100e von interessanten und lieben Menschen, Partys, Ausflüge, Landschaften, Tiere, Pflanzen, Gewässer, Meer, Sonne, Buchten, Klippen, Strände, einsame Wüstenlandschaften, Schnorcheln und Tauchen in den wunderschönen Reefs und beeindruckende Party-Großstädte, …. Was will man mehr?
Ich war vor diesem Trip ein Mensch, der immer gern zuhause war mit Family und im Freundeskreis, einer der nie was verpassen wollte daheim und keiner konnte sich wirklich vorstellen, dass ich das alles wirklich durchziehen würde – nicht mal ich selbst! Doch vor allem einer der Erfahrungsberichte auf dieser Website hat mich weiter dahingehend gepuscht das alles durchzuziehen, genauer gesagt eine Aussage. Diese war ganz am Ende des Berichts und genauso will ich jetzt auch aufhören.

Mein letzter Tipp an Euch alle und NUR so könnt ihr wirklich herausfinden wie es ist:

>>>>>> Macht es! <<<<<<
Ihr werdet es nicht bereuen! Macht es! Und zwar jetzt! Und denkt Euch nicht hinterher – wie so so viele: Ach hätt ich doch … damals…!! Macht es! Es ist einfach nur ein Traum!

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