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Australien:

Der 5. Kontinent Australien ist ein äußerst faszinierendes und abwechslungsreiches Land. Im Gegensatz zu den anderen Kontinenten scheint Australien immer am ‚ungreifbarsten’, am weitesten entfernt und somit zugleich auch am aufregendsten und abenteuerlichsten. Allein die landschaftliche Struktur ist einzigartig und durch seine Unberührtheit noch weitgehend authentisch (trotz der zunehmenden Touristenanflüge).

An den australischen Küsten finden sich paradiesische Sandstrände, traumhafte Ufer und selbstverständlich die besten Surf-, Schnorchel- und Tauchspots der Welt. In der Mitte des Kontinents befindet sich das Outback - weit, rot, recht trostlos und auf die ersten Blicke ein unbewohntes, unendliches Nichts. Fernab davon die Metropolen Sydney (4.2 Millionen Einwohner), Melbourne (3.8), Brisbane (1.9) und Adelaide (1.1).

Das Reisen in Australien ist wahrlich ein Genuss, obgleich durch den wachsenden Tourismus und den ‚Australien-Hype’ vieles zunehmender auf europäische und asiatische Landesgäste zugeschnitten erscheint. Trotzdem verliert das Land zu keiner Zeit seine Einzigartigkeit und sein außergewöhnliches, individuelles Flair. Die Unterkunftskosten sind auf dem gesamten Kontinent für europäische Verhältnisse mehr als günstig, kostet doch eine Übernachtung in einem Backpacker-Hostel selten mehr als 25 Australische Dollar (~15 €). Diese sind zudem auch der optimale Ort, um Reiseideen und Erfahrungen auszutauschen sowie nette Leute aus allen Herren Ländern kennen zu lernen. Was Essen und Trinken betrifft ist man durch die reiche Vielzahl an leckerem und trotzdem günstigem Essen in den Hostels oder allgegenwärtigen Ketten, Imbissen, Restaurants, Bars und Kneipen bestens versorgt.


Sydney:


Sydney ist eine atemberaubende und facettenreiche Metropole, voller Leben und Wandel, gleichzeitig bestimmt durch das typisch-australisch, gelassene Flair. Die Innenstadt (Central Business District), die entlang der bekannten George Street verläuft, macht einen stets beschäftigten und teils hektischen Eindruck. Der britisch-amerikanische Einfluss ist durch die unzähligen Fastfood Restaurants auf den ersten Blick zu erkennen. Faszinierend für viele ist es nach ein paar Besuchen im ‚Hungry Jacks’ verwundert fest zu stellen, dass ‚Burger King’ hier auf Grund nicht-vorhandener Trademark-Rechte eben so und nicht wie überall sonst üblich heißt.

Der Hafen ist das Prunkstück der Stadt und ist einfach einzigartig – die weltbekannten Highlights sind das Opera House, die Harbour Bridge und Darling Harbour. Was Sydney einhergehend mit seinem über das Jahresmittel für europäische Verhältnisse unglaublich gutem Wetter für viele so attraktiv macht, sind natürlich die unzähligen Strände der Stadt. Bei den meisten Stränden (im Norden und Westen der Stadt) muss man allerdings gute 45 Minuten Fahrzeit von der City aus in Kauf nehmen. Diese sollten einen allerdings nicht davon abhalten, die bekanntesten und beliebtesten Strände wie Bondi, Coogee und Manly anzusteuern, denn jeder einzelne hat seinen eigenen, unverwechselbaren Stil und ist definitiv eine Reise wert.

Das Nachtleben spielt sich insbesondere in den Bereichen George Street, Kings Cross, Newtown, Darling Harbour und an den Stränden ab. Zudem kommt es oft vor, dass einer der Natives eine Houseparty feiert, wo dann wieder das altbekannte BYO (‚Bring Your Own’) gilt. Meiner persönlichen Meinung nach lässt es sich aber nirgendwo auf der Welt so gut feiern wie am wunderschönen Darling Harbour in der Cargo Bar (www.cargobar.com.au).


The University of Sydney:


Die University of Sydney bildet momentan ca. 45.000 Akademiker aus und liegt sehr zentral und nur drei Busstationen (ca. 10 min zu Fuß) von der Central Station an der George Street entfernt. Der Campus ist riesig und direkt neben dem malerischen Victoria Park angelegt und bietet alles was das Herz begehrt. Er ist faktisch eine autarke ‚Stadt in der Stadt’ mit eigenen Restaurants, Supermärkten, Fitnessstudios, Apotheken, Arztpraxen, Frisören, Cafés, Bars und so weiter.

Ich studierte 3 Kurse an der Fakultät Economics & Business. Die Universität hat große, internationale Ambitionen und so sind alle Kurse auf einem anspruchsvollen Niveau, jedoch bei konsequenter Mitarbeit durchaus mit guten Noten zu bewältigen. Bei einem Workload von 12 Semesterwochenstunden plus Vor- und Nachbereiten bleibt immer noch ausreichend Zeit die Stadt in vollen Zügen zu genießen. Es empfiehlt sich, in der ersten Woche so viele Kurse wie möglich anzuschauen, da man zu Beginn des Semesters noch problemlos umwählen kann.
An dieser Stelle scheint es mir auch wichtig klarzustellen, dass an der USYD - wie auch an allen anderen Universitäten in Sydney - in den meisten Kursen nur etwa 30% Australier zu finden sind. Den Grossteil der Kommilitonen stellen Studenten asiatischer Herkunft. Der Rest teilt sich auf in Amerikaner, Engländer, Europäer und Afrikaner, was ein wirklich interkulturelles Lernen ermöglicht.
Um jedoch auch Kontakt zu den Natives zu gewinnen, lohnt es sich auf jeden Fall sich in den zahlreichen und interessanten Clubs/Unions zu engagieren. Im Gegensatz zum deutschen Unileben spielt sich hier nämlich ein Großteil sowohl des Studenten- als auch des Freizeitlebens ab.

Hinsichtlich der Betreuung als internationaler Student fühlt man sich zu jeder Zeit sehr gut aufgehoben und stets bestens informiert. Das Semester beginnt mit 3(!) Orientierungsphasen und diversen Einführungsveranstaltungen und Infoevents. Während des Semesters kann man jegliche Fragen an das International Office richten. Überlegen im Vergleich zur deutschen Handhabung ist die Internetplattform ‚Blackboard’, auf der alle News, Kursunterlagen und auch Social Events jederzeit verfügbar und abrufbar sind. All diese Maßnahmen erleichtern die Orientierung und Integration um ein Vielfaches, so dass man sehr schnell an dem spannenden Unileben in Sydney teilhat. Alles in allem kann ich jedem nur ein Auslandssemester in Australien – speziell in Sydney – ans Herz legen, es ist eine der besten Erfahrungen, die man in seinem Leben machen kann.



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