|
||||||||||||||||||||||||||
Home | Startseite Australien | Suche | Tell a friend | Link zu uns | Mitgliedsbereich | Impressum | Kontakt | |
||||||||||||||||||||||||||
|
Auslandssemester BOND UNIVERSITY
I. WARUM AUSTRALIEN – BOND UNIVERSITY Dass ich die Chance für ein Auslandssemester nutzen werde, stand für mich von Beginn des Studiums an fest. Allerdings war ich mir zu Beginn nicht sicher wohin es dabei gehen sollte. Da ich 2000 – 2001 bereits als Austauschschüler in den USA gewesen bin und die meisten Regionen während dieses Aufenthalts bereits kennen gelernt hatte, lockte mich das Land nicht mehr so sehr. Als weiteren Aspekt bezog ich meine Fremdsprachenkenntnisse in die Entscheidungsfindung ein. Da ich Französisch vor 6 Jahren zum letzten Mal in der Schule hatte und daher auch nur noch über Grundkenntnisse verfüge, traute ich mir nicht wirklich den Schritt an eine französische Universität zu. Letztendlich musste ich mich also doch an englischsprachigen Ländern orientieren. Durch Zufall stieß ich auf die Institution Ranke Heinemann, welche alle Australischen und Neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertritt. Ranke Heinemann bietet einen kostenlosen Service zur Vermittlung an die Universitäten, wickelt die gesamte Korrespondenz zwischen Student und Universität ab und bereitet einen auf idealem Weg auf das Auslandssemester oder gar ein komplettes Studium vor. Ich kann die Institution nur wärmstens empfehlen, da sie mir die Zulassung an allen drei Universitäten ermöglichte, an denen ich mich beworben hatte: University of Queensland, Griffith University und die Bond University. Meine Wahl fiel schließlich aus verschiedenen Gründen auf die Bond University. Zunächst einmal ist diese Universität mit ihren nur 2,500 Studenten eine kleine, private Universität. Des Weiteren genießt sie einen sehr guten Ruf, wie ich durch Internetrecherche erfuhr. Zu guter letzt liegt sie nur ca. 4 km vom Strand entfernt, was natürlich zum Lernausgleich sehr angenehm ist und was ich in meiner Freizeit auch oft zum Joggen zu meinem Vorteil nutzte. Die Bond University ist keine Universität für Secret Agents - daran dachten zumindest einige Freunde in meinem Bekanntenkreis nachdem sie BOND hörten - sondern die erste private non-profit Universität von Australien. Die Universität wurde 1989 von dem gleichnamigen Unternehmer gegründet der durch den Gewinn des America’s Cup zum National Helden Australiens wurde. Aufgrund von illegalen Geschäften wurde er 1996 verhaftet. Die Universität wurde daraufhin an ein japanisches Konsortium verkauft, welches die Universität kurze Zeit später wiederum an eine Gesellschaft der Bond University selbst verkaufte. Die Bond University liegt in herrlicher Lage an der südlichen Gold Coast (Robina) Queensland, ca. 20 km von Surfers Paradise entfernt und ca. eine Stunde südlich vom nächsten großen internationalen Flughafen Brisbane. Vom Flughafen kann man Robina ideal mit dem Zug oder Bus erreichen und mit Vorlage einer Student ID bekommt man bei der Bahnfahrt sogar 50% Ermäßigung. Die Universität ist relativ jung verglichen mit europäischen Universitäten, dennoch genießt sie einen hervorragenden Ruf und ist vorbildlich ausgestattet. Die Universität hat in Australien das beste Professoren – Studenten Verhältnis und Absolventen der Bond erhalten durchschnittlich das höchste Einstiegsgehalt in Down Under. II. UNTERKUNFT Bezüglich der Unterkunft muss ich zugeben, dass ich sehr viel Glück hatte. Zuerst wollte ich eine der On Campus Unterbringungen nutzen, die sich zwar direkt auf dem Campus befinden jedoch sehr klein sind. Durch Glück stieß ich im Internet auf die Seite von Varsity Shores, einer privaten Wohnanlage die nur ca. 5 Gehminuten von der Universität entfernt liegt. Die Anlage bietet vier verschiedene Häusertypen mit unterschiedlich hoher Zimmerzahl und Ausstattung. Preislich unterscheidet sich Varsity Shores und die On Campus Unterbringung nicht. Allerdings steht einem in Varsity Shores neben einem Schlafzimmer mit Schreibtisch auch noch ein Wohnzimmer, Küche, Terrasse, Garten und Balkon sowie Waschküche mit Waschmaschine und Trockner zur Verfügung. Wenn man sich das Badezimmer nicht mit einem anderen Hausbewohner teilen möchte, stehen wahlweise auch Zimmer mit eigenem Bad zur Verfügung. Die Häuser sind sehr gut ausgestattet, in etwa vergleichbar mit Ferienwohnungen. Darüber hinaus bietet die Anlage einen BBQ Platz, zwei Pools, Whirlpool und ein kleines Fitnesscenter. Nach zwei Monaten öffneten mir Freunde, die aus Deutschland zu Besuch kamen, erst mal wieder die Augen und meinten dass ich hier wie im Paradies leben würde. Die Anlage ist wirklich herrlich. Wer sich allerdings dafür entscheiden sollte, muss damit rechnen, dass es bei Endabnahme Probleme mit der Erstattung der Kaution geben kann, die garantiert nicht mehr in voller Höhe ausgezahlt wird. III. EINFÜHRUNGSWOCHE - FÄCHERWAHL UND BELEGUNG Das Semester fing an mit der BOND WEEK, die Einführungswoche in der man über alle Essentials aufgeklärt wird. Da die Universität von einem großem See umgeben ist, soll schon mancher Student auf die Idee gekommen sein darin schwimmen zu gehen. Der Direktor warnte uns aber gleich zu Beginn eindringlich davor, da teilweise Bull sharks darin zu finden seien. Erst vor 2 Jahren ist ein Student dadurch ums Leben gekommen, nachdem er mit einem Freund auf dem Rückweg von einer Party nach Abkühlung suchte. Dass dies kein Gerücht ist bestätigten mir Nachbarn, die die Geschichte damals auch miterlebt hatten. Viele der Seen in der Umgebung sind durch Kanäle mit dem Meer verbunden, in welchen häufig Bull sharks, eine der aggressivsten Haiarten, zu finden sind. Bezüglich der Fächerwahl kann ich nur empfehlen sich so früh wie möglich für die jeweiligen Kurse einzutragen was schon vor Semesterbeginn online möglich ist, über die Homepage der Bond University. Dies ist von Vorteil, da die Anzahl der Studenten pro Kurs begrenzt ist. IV. DIE FEINEN UNTERSCHIEDE Der gesamte Ablauf des Studiums war vollkommen anders aufgebaut als von zuhause gewöhnt. Die Vorlesungen fanden nur 2 x 2h pro Kurs die Woche statt. Allerdings sind neben dem Unterricht täglich readings in diversen Büchern und Skripten erforderlich. Generell gibt es zu Semesterhälfte die mid term Prüfungen und am Semesterende die finals. Die Notenzusammensetzung variiert jedoch stark von Kurs zu Kurs. In den meisten Kursen sind auch Präsentationen von case studies oder Gruppenarbeiten Bestandteil des Unterrichtes. In Human Resource Management war die Beratung einer Firma in Fragen des Personalmanagements und der Einführung bzw. Verbesserung eines Performance Appraisal Systems (Mitarbeiterbeurteilung) Hauptbestandteil des Kurses. Neben den Prüfungen und Präsentationen wurden auch Anwesenheit und Mitarbeit bewertet die teilweise bis zu 10% in die Gesamtnote eingingen. Beeindruckend war das enge Verhältnis zwischen Student und Professor und das man jederzeit den Professor per E-Mail oder telefonisch erreichen konnte, selbst problemlos nachts oder am Wochenende. V. KULTURELLES Allgemein sei gesagt, dass die Australier ein sehr nettes, freundliches und offenes Volk sind. Es war eine große Freude über den gesamten Zeitraum hinweg und das Image von Deutschen ist auch positiv zu beurteilen. Mit Vorsicht ansprechen sollte man allerdings das Thema der Aborigines. Ich hatte erst am Ende meiner Zeit im Norden Queensland Abos (wie sie auch genannt werden) gesehen, dann aber meist sehr ärmlich und oft betrunken auf der Straße. Laut Bevölkerungsstatistiken tragen sie heute zu weniger als einem Prozent der Gesamtbevölkerung bei und leben meist unterhalb der Armutsgrenze. Daher reden die meisten Australier recht negativ über sie, anstatt den Reichtum an deren Kultur zu bewundern. Sprachlich gibt es auch gewisse Unterschiede wie z.B. das Ketchup als Tomato Sauce im australischen Englisch bezeichnet wird, ein BBQ kurz als Barbie und Flip Flops als Thongs, womit die meisten Amerikaner ihre Freude hatten. VI. AUSTRALIEN REISEFIEBER Entfernungen in Australien sind bei weitem nicht mit denen von Europa oder gar Deutschland zu vergleichen. Australien ist ca. 22 Mal so groß wie Deutschland und erstreckt sich über 3,700 km von Norden nach Süden und über 4,000 km von Westen nach Osten, wobei jedoch hauptsächlich die Küstenregionen bewohnt sind. Inlandsflüge sind preislich erschwinglich mit Virgin Blue und anderen Anbietern und laden zu schönen Ausflügen selbst übers Wochenende in Metropolen wie Sydney und Melbourne ein. Ein Muss während der Zeit an der Bond University ist auf alle Fälle ein Besuch von Byron Bay. Das kleine Städtchen das neben seiner Hippie Kommune auch für den schönen Leuchtturm und den östlichsten Punkt Australiens bekannt ist, bietet eine herrliche Bucht zum Baden und Surfen sowie gute Restaurants. Für Tauchinteressierte kann ich auch nur die Julian Rocks empfehlen, die sich vor der Küste befinden. Man hat dort gute Chancen Schildkröten, viele Woobiegong Haie und eventuell auch Delphine zu sehen. Die Klassiker Whitesundays und Frazer Island sollte man natürlich auch nicht verpassen, obwohl es während des Semesters schwierig wird all dies unter einen Hut zu bekommen. Der Lernaufwand zu Anfang des Semesters sollte nicht unterschätzt werden, da ab Mitte des Semesters selbst an den Wochenenden kaum mehr Zeit war zu verreisen. Den kleinen „Bonus“ (ich weiß nicht wofür) den ich mir noch gegönnt habe, waren vier Tage auf Fiji, kurz vor den finals. Dort unternahm ich auch einen Segeltörn auf die schönste Insel die ich je gesehen habe: Monuriki Island, die Insel auf der der Film Cast Away mit Tom Hanks gedreht wurde. Fiji liegt nur drei Flugstunden von Brisbane entfernt und, wenn möglich, kann ich einen Kurzurlaub dorthin nur empfehlen, zumal die Flüge sowie Unterbringung auf einer der Inseln günstig sind und einen in traumhafte Südsee Stimmung versetzen. Dieser Artikel steht auch als PDF Version zur Verfügung (inkl. Bildern).
|
|
||||||||||||||||||||||||
Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||